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2007

Wir wollen ehrlich mit Ihnen sein. Lassen Sie sich in diesem Jahr nichts einreden, 2007 war ein schwieriges Jahr, beileibe kein Super-Jahrgang! Deshalb ist Vorsicht geboten. Aber auch Jahrgänge wie 2007 bieten gute Einkaufsmöglichkeiten, nur muss man hier eben deutlich stärker selektieren. Die Weißweine zum Beispiel waren absolut sensationell, die Sauternes überragend, hier können Sie in die Vollen gehen. Und wenn der Preis stimmt, und die gebotene Qualität es rechtfertigt, kann man auch im Rotweinbereich einige Kisten ordern. Deshalb also Besonnenheit beim Einkauf. Der entscheidende Faktor in diesem Jahr ist ganz klar der Preis, ein Spekulationsobjekt ist der Jahrgang ohnehin nicht, 2007 ist ein Jahrgang für Trinker und Genießer, die ihre 2003er und 2005er reifen lassen und zwischenzeitlich nicht verdursten wollen. 2007 ist der Nachfolger der 1997er und 1999er, nur deutlich besser! Und vergessen Sie eines nicht beim Primeur Kauf: Der Wein kommt immer direkt ex Chateau in Ihren Keller, ohne große Umwege. Und die Größe der Flasche bestimmen Sie im Vorfeld, nicht das Angebot des Marktes.

 

An der Preisfront hätten wir uns, wie sicherlich auch Sie, stärkere Abschläge gewünscht, das jedoch trat nicht in dem erhofften Umfang ein. Der Grund: Die Keller der Negociants in Bordeaux wurden in den vergangenen 2 Jahren ziemlich geleert, die Güter verkauften auch unter dem Jahr immer wieder gute Tranchen aus den Chateauxbeständen zu sehr hohen Preisen, was die Chateaux dazu veranlasste, die Preisabschläge eher moderat zu gestalten. Mit dem Jahrgang 2005 verdienten die Güter darüber hinaus so viel Geld, dass erhebliche finanzielle Polster geschaffen wurden. Was uns aber wirklich erstaunt, ist die Tatsache, dass die asiatischen Käufer die Abstinenz des US-Marktes offensichtlich zu einem erheblichen Anteil kompensieren, so berichtet zumindest der Marktplatz Bordeaux. England ist eher auf der „Short“ Seite, kein Wunder, das Pfund ist zu schwach, so dass die Preisabschläge hier praktisch nicht zum Tragen kommen. Für die Nordamerikanischen Märkte ist der Jahrgang einfach zu teuer, da auch der Dollar viel zu schwach notiert. Und die Amerikaner kaufen ohnehin nur „digital“, also gar nichts oder Vollgas, ersteres in diesem Jahr.