Herzlich willkommen bei Unger Weine

2013

Jedes Jahr aufs Neue schreibt die Weltpresse über den Bordeaux Primeur-Jahrgang, und da bekanntlich Negativ-Nachrichten für mehr Schlagzeilen und Auflage sorgen, als Positives und Schönes in der Welt, wurde der Bordeaux Jahrgang 2013 bereits mit den ersten Lesetagen im September 2013 generell und über alle Appellationen hinweg abgestraft wie kein anderer Jahrgang jemals zuvor.

 

Der Wetterverlauf war sicherlich alles andere als optimal. Sage und schreibe 230 Regentage gab es im Jahr 2013 in Bordeaux, der Durchschnitt der letzten 30 Jahre liegt bei gerade einmal 124 Tagen! Der Winter war bereits kalt und feucht, das Frühjahr unwesentlich besser. Die Blüte war schwierig und zeigte bereits niedrige Erträge, dann folgte ein Juli mit Sonne, Hitze und Rekordwerten. Die Zuckerwerte gingen enorm in die Höhe, die physiologische Reife aber, deren wesentlicher Entwicklungsparamter Reifezeit ist, hinkte hinterher. Bereits im August verschlechterte sich das Wetter wiederum, während der Lese setzte dann zunehmend feuchtes Wetter ein. Wie bereits angesprochen wurden die Erträge durch das problematische Frühjahrswetter bereits dramatisch reduziert. Wer nicht zusätzlich ohne Rücksicht auf Verluste im Weinberg reduzierte und selektierte, zudem über perfekt drainierte Böden verfügte, und über Pflanzungen, die maximale Durchlüftung unterstützen, konnte mit diesem Jahrgang kein Rumesstück abliefern. Bereits 2011 und 2012 waren ja klare Jahrgänge der großen Terroirs, 2013 aber ist DER Terroirjahrgang schlechthin. Für Freunde klassischer Bordeaux jedoch, die Engländer würden „Claret“ sagen, bietet dieser Jahrgang einige positive Überraschungen. Die Alkoholwerte sind im Bereich 12,5% - 13% traumhaft niedrig, die Spitzenweine zeigen zudem eine ungwöhnliche Frische. Bedingt durch die gezwungenermassen frühe Lese erzielten viele Weingüter keine höheren Zuckerwerte, vor 30 oder 40 Jahren hätte jedes Weingut ob dieser Werte mit der Zunge geschnalzt, heut zu Tage lautet die Theorie, dass die Weine keine optimale physiologische Reife erzielten. Geschmacklich führte dies bei den Spitzengütern zu Weinen, wie wir sie in Bordeaux aus den 80er Jahren kennen. Niemand wird in Abrede stellen, dass es hier hervorragende Weine gab und immer noch gibt. Sicherlich muß man den Jahrgang nicht schön reden, aber in den bevorzugten Appellationen wurden partiell absolut tolle Weine gemacht. Wir erinnern uns noch an die 2011er, ein Jahrgang der es im Schatten des 2009er und 2010ers enorm schwer hatte, gerade aber kam Parker mit seinen Nachverkostungen heraus und stellte einige 2011er Weine an oder über die 95 Punkte Marke, viele deutlich über 90 Punkte, wohl dem, der damals subskribiert hat!

 

Die grundsätzliche Frage, die sich Ihnen und natürlich auch uns stellt, in welchem Umfang soll man 2013 nun subskribieren, soll man überhaupt? Es macht sicherlich keinen Sinn, in diesem Jahrgang kleine Weine zu kaufen, so wie in 2009 und 2010, wo es jede Menge traumhafter Preis/Leistungs Weine mit irrer Qualität gab. Im Bereich weißer Bordeaux macht der Kauf der einen oder anderen Kiste aber auf jeden Fall Sinn, der Jahrgang 2013 zählt zu den hervorragenden Jahrgängen für weiße Bordeaux. Ebenso die Sauternes sind ausnehmend gut gelungen. Parker veröffentlichte bereits seine sehr hohen 2013er Sauternes Bewertungen. Und dann eben die Weine der großen Terroirs. Bedenkt man, dass viele Güter preislich nochmals Federn gelassen haben, kann man in diesem Jahrgang Weinqualitäten finden, über die Sie sich nach der Auslieferung sicherlich enorm freuen werden. Zudem erwarten wir in den Spitzen Appellationen wie Pomerol sehr starke Nachfrage, die auf sehr kleine Produktionsmengen treffen wird. Viele der Spitzen-Weine werden sicherlich zum Zeitpunkt der Auslieferung in 2 Jahren nicht mehr verfügbar sein. Ebenso, wenn Sie planen, Großflaschen oder Sonderabfüllungen zu kaufen, sollten Sie dies im Rahmen der Subskription tätigen. Später kommen Sie nur schwer an Großflaschen. Wir sehen bei manchen Gütern, wie den ersten Gewächsen, jetzt auch ein Preisniveau erreicht, dass unserer Einschätzung nach den Tiefstand darstellt. Es ist für manche Weine schwer vorstellbar, dass diese nochmals günstiger werden. 

 

Bordeaux ist und bleibt nach wie vor DIE Region weltweit, an der sich andere messen, kein anderes Anbaugebiet kann in einer derart großen Menge und Vielzahl Spitzenweine mit herausragenden Bewertungen, Alterungspotential und Prestige liefern.

 

Kaufen Sie Ihre Weine zum Trinken, wenn am Ende der Preis steigt, schmeckt der Wein nur noch besser.