
Jahrgangsbedingungen
Die dokumentierten Jahrgänge von Chateau Latour aus der Zeitspanne von 1975 bis 2020 bieten eine detaillierte Analyse der klimatischen Bedingungen, Erntezeiten und Weincharakteristika. Entdecken Sie die faszinierende Entwicklung dieser außergewöhnlichen Weine über mehrere Jahrzehnte hinweg.

JAHRGÄNGE
Vintage Collection
- Kraftvoll
- Elegant
2015

Jahrgänge im Detail
Detaillierte Aufzeichnungen über das Klima, die phänologische Entwicklung und die Erntebedingungen der wichtigsten Jahrgänge von Chateau Latour. Jedes Jahr erzählt seine eigene, faszinierende Geschichte von meteorologischen Herausforderungen und der unermüdlichen Streben nach Perfektion im Weinberg.
Winter
Hohe Niederschlagsmengen im Winter füllten die Bodenreserven optimal auf.
Frühling
Der Austrieb war sehr früh (Merlot am 19. März, Cabernet-Sauvignon am 24. März). Trotz Frost Ende März führte ein warmer Mai zu einer schnellen und gleichmäßigen Blüte.
Sommer
Extrem trocken und heiß, mit 53 Tagen fast ohne Niederschlag. Einsetzender Trockenstress wurde erst durch erlösende Regenfälle Mitte August gelindert, was eine hervorragende Reifung ermöglichte.
Herbst
Ein trockener Septemberbeginn hielt die Trauben perfekt gesund. Die Lese fand rund eine Woche früher als üblich statt (9. bis 28. September).
Verkostungsnotiz:
In der Nase zeigen sich schöne rote Früchte, Cassis, Zedernholz, dunkle Blüten und süße Gewürze. Am Gaumen präsentiert sich der Wein anmutig und doch fest, mit weichen Tanninen, hervorragender Tiefe, saftiger Frucht und einem erfrischenden Abgang.


Winter
Äußerst nass mit Rekordniederschlägen von insgesamt 330 mm in den Monaten Dezember und Januar.
Frühling
Zu Beginn ungewöhnlich kühl und feucht, was zu einem verspäteten Austrieb im April führte. Es folgte ein unbeständiger, nasser und stürmischer Mai mit Hagel.
Sommer
Außergewöhnlich heiß und trocken, was im August zu Hitze- und Trockenstress führte. Erst späte Regenfälle Ende August brachten Erleichterung und kurbelten die Reife an.
Herbst
Ein herrlicher und trockener September führte zu einer optimalen Ausreifung der Trauben. Die Ernte begann am 17. September und endete am 11. Oktober.
Verkostungsnotiz:
In der Nase sehr ansprechend mit Aromen von Johannisbeere, dunkler Kirsche und Pflaume, untermalt von Noten von Veilchen, Minze und dunkler Schokolade. Am Gaumen präsentiert er sich harmonisch, geschmeidig, mit opulenter Frucht und großer Tiefe.


Winter
Mild und feucht, was den Böden reichlich Feuchtigkeit lieferte.
Frühling
Warme Bedingungen im März führten zu einem frühen Austrieb. Ein schöner Juni begünstigte schließlich eine erfolgreiche Blüte, nachdem der Mai erhöhten Krankheitsdruck brachte.
Sommer
Der Juli war kühler als üblich mit regelmäßigen Niederschlägen. Trockenes, heißes Wetter ab Mitte August sorgte für eine gleichmäßige Reifung und einen guten Farbwechsel.
Herbst
Die Lese des Merlot erfolgte vom 18. bis zum 26. September. Der Cabernet Sauvignon wurde bei hervorragendem Wetter vom 6. bis zum 15. Oktober geerntet.
Verkostungsnotiz:
Dunkel und intensiv in der Farbe. Die Nase bietet eine Mischung aus reifen roten Früchten, gerösteten süßen Gewürzen und duftenden Veilchennoten. Am Gaumen präsentiert sich der Wein seidig-geschmeidig und dennoch kraftvoll; er ist vollmundig mit großartiger Energie und einem langen, anhaltenden Finale.


Winter
Deutlich zu warm und mit viel zu wenig Niederschlag, abgesehen von einer kurzen Frostperiode im Februar.
Frühling
Sehr regnerisch bis in den Juni hinein, was die Rebblüte beeinträchtigte und zu deutlichen Ertragseinbußen führte.
Sommer
Der Sommer wendete das Blatt: Juli und August zeigten sich trocken und warm, was auf manchen Flächen leichten Trockenstress verursachte.
Herbst
Die Lese begann am 24. September und zog sich weit in den Oktober hinein, um die optimale physiologische Reife der Trauben abzuwarten.
Verkostungsnotiz:
Die Nase zeigt langsam hervortretende Aromen von eingelegten Sauerkirschen, Brombeerkompott, Graphit, Bleistiftspänen und Nuancen von Eukalyptus. Am Gaumen präsentiert er einen mittelschweren Körper mit fantastischer Frische, feiner herber Spannung und einem langanhaltenden, würzig-mineralischen Finale.
Winter
Trocken und von kalten Temperaturen geprägt.
Frühling
Ab März deutlich wärmer. Ein extrem warmer und trockener April begünstigte einen sehr frühen Austrieb der Reben.
Sommer
Nach einem feuchten Juni brachte eine extreme Hitzewelle Ende Juni Temperaturen von über 40 °C, was zu Sonnenschäden an den exponierten Trauben führte. Der restliche Sommer war kühl.
Herbst
Der September war heiß und trocken. Die Ernte fand zügig vom 12. bis zum 26. September statt.
Verkostungsnotiz:
Während für den Grand Vin dieses Jahrgangs vor allem Geduld gefragt ist, besticht der im selben Jahr vinifizierte Zweitwein Les Forts de Latour 2011 mit einer intensiven, tiefen Farbe, einer eleganten floralen Nase und einem saftig-fruchtigen Gaumen mit präzisen, edlen Tanninen.


Frühling
Ein außergewöhnlich früher Vegetationszyklus begann mit dem Austrieb der Merlot-Reben am 27. März. Die Blüte fand Ende Mai unter perfekten Bedingungen statt.
Sommer
Sehr heiß und trocken. Um die jungen Reben vor Trockenstress zu schützen und die Konzentration zu sichern, wurde Anfang Juli eine grüne Lese durchgeführt.
Herbst
Aufgrund des heißen Sommers kam es zu einer extrem frühen Ernte in hervorragendem Zustand, die bereits am 31. August begann und am 21. September abgeschlossen war.
Verkostungsnotiz:
Der Wein präsentiert sich dicht, reich, kraftvoll und hochkonzentriert. In seiner Jugend von üppiger Opulenz geprägt, zeigt er heute wilde, geröstete Aromen, die für den klassischen Stil von Chateau Latour fast exotisch wirken.


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